Kinderhospiz Bethel

2. Mai 2012: Kinderhospiz Bethel eröffnet

Unzählige bunte Luftballons über Bethel zeugten heute von der Eröffnung des Kinder- und Jugendhospizes Bethel. Sie stiegen mit guten Wünschen für das neue Haus in den blauen Himmel auf. Eineinhalb Jahre nach dem Baubeginn wurden die Türen für die Einrichtung für Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten mit einer Feierstunde offiziell geöffnet – unter anderem im Beisein von Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, sowie prominenten Paten, wie Fritz Pleitgen und Friedrich Nowottny.


„Ein Kinderhospiz ist kein Ort des Sterbens, sondern ein Ort, an dem besonders intensiv gelebt wird“, sagte Präses Annette Kurschus. Das bundesweit erste Kinderhospiz in diakonischer Trägerschaft biete den Kindern und ihren Eltern und Geschwistern Raum zum Ausruhen und Aufatmen. „Die Eltern erfahren Entlastung durch Mitarbeitende, die hier täglich im Licht des Evangeliums arbeiten“, so Annette Kurschus. Das Leben der Kinder sei ein Gottesgeschenk, selbst wenn es viel zu früh zu Ende gehe, betonte sie.


NRW-Staatssekretär Prof. Dr. Klaus Schäfer würdigte das Projekt in Vertretung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Gerade sterbenskranke Kinder müssten mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, sagte Dr. Klaus Schäfer. Der Tod im Kindesalter werde oft verdrängt und tabuisiert. Das mache es heute schwerer, die betroffenen Kinder und ihre Angehörigen zu unterstützen. Umso mehr bräuchten diese Familien eine ganz besondere Begleitung. „Im Kinderhospiz Bethel erfahren sie Geborgenheit und Vertrauen. Es ist ein ganz zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit Leben und Tod“, so der Staatssekretär.


Bethels Vorstandsvorsitzender Pastor Ulrich Pohl erinnerte an Friedrich von Bodelschwinghs Worte: „Neue große Nöte, bedürfen neuer mutiger Gedanken!“ Das Kinderhospiz Bethel sei so ein mutiger Gedanke. „Er ist nun in Stein umgesetzt und wird jetzt mit Leben gefüllt“, freute sich Pastor Pohl bei der Eröffnung, die von dem Bielefelder TV-Comedian und Kinderhospiz-Paten Ingolf Lück moderiert wurde.


In dem neuen Kinderhospiz Bethel finden bis zu zehn Kinder und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten Aufnahme – zusammen mit ihren Familien. Die Baukosten betragen 5,2 Millionen Euro und sind bereits komplett durch Spenden der Freunde und Förderer Bethels finanziert worden. Für die Finanzierung des laufenden Betriebes in den ersten zwei Jahren sind weitere 2 Millionen Euro erforderlich.

Tage der offenen Tür

17. und 18.03.2012: Tage der offenen Tür

Ende März 2012 werden die ersten Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien im neuen Kinder- und Jugendhospiz Bethel als Gäste aufgenommen. Zuvor hatte Bethel zu Tagen der offenen Tür in das neugebaute Haus eingeladen. Die Besucher konnten das Haus besichtigen und Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen. Insgesamt durften wir an den beiden Tagen mehr als 1.700 Besucherinnen und Besucher begrüßen.

Ein Haus gebaut aus Spenden

13.07.2011: Richtfest im Kinderhospiz Bethel

Mit der Bitte des Zimmermanns um Gottes Segen für das neue Haus und für die Menschen, die künftig dort arbeiten oder zu Gast sind, wurde die bunte Richtkrone am Rohbau des Kinderhospizes aufgehängt. Am 13. Juli mittags war es soweit, das Richtfest für das neue Haus konnte im Beisein von Bethels Vorstandsvorsitzendem Pastor Ulrich Pohl, seinem Stellvertreter Pastor Bernward Wolf, Hospiz-Mitarbeitenden, Nachbarn, Bauleuten sowie interessierten Gästen aus Bethel und der Region gefeiert werden.

Rund 80 Gäste hörten beim Richtspruch zu und besichtigten anschließend den Rohbau. Auf einer Grundfläche von rund 1.500 Quadratmetern entstehen angemessene Räumlichkeiten für zehn schwerkranke Kinder und Jugendliche sowie zehn Elternzimmer und zwei weitere Zimmer für Geschwisterkinder. Im neuen Haus gibt es dazu neben den notwendigen Pflegeräumen auch großzügige Gemeinschafts- und Aufenthaltsräumeräume. Auf dem rund 4.000 Quadratmeter großen Grundstück des Kindehospizes und einem angrenzenden Sportplatz gibt es künftig Spielmöglichkeiten und Platz für Freizeitaktivitäten. Anfang 2012 werden die Bauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein. Dann folgt die Einrichtung und im Frühjahr 2012 können die ersten Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien aufgenommen werden.

Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel

Das Kinderhospiz Bethel wird allein aus Spendenmitteln finanziert, die Baukosten liegen bei rund 5 Millionen Euro. Beim Richtfest hat der Modeunternehmer Gerhard Weber aus Halle/W. einen Spendenscheck in Höhe von 160.000 Euro an Pastor Ulrich Pohl und die Hospiz-Leiterin Ulrike Lübbert überreicht. Er hatte anlässlich seines 70. Geburtstages Spenden für das Kinderhospiz gesammelt. Der Bau ist damit finanziert; für den Betrieb des Kinderhospizes benötigen die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel aber weitere Spenden. Die Mitunterbringung der Familien zum Beispiel wird nicht durch Krankenkassen oder andere Kostenträger finanziert. So ist Bethel jährlich auf etwa 1.000.000 Euro weitere Spendenmittel angewiesen.

Anders als in einem Hospiz für Erwachsene, in dem Gäste nur in den letzten vier Lebenswochen aufgenommen werden können, nimmt das Kinderhospiz Bethel Kinder- und Jugendliche mit lebensverkürzenden Krankheiten gemeinsam mit ihren Familien auf. Dabei geht es nicht ausschließlich um die letzte Lebensphase, sondern um ein Atemholen und Kräftesammeln zwischendurch. Die Familien sollen so für einige Wochen im Jahr entlastet werden.

Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel
Richtfest im Kinderhospiz Bethel

Das Kinderhospiz Bethel ist das erste in der Region Ostwestfalen-Lippe; bundesweit gibt es neun weitere Kinderhospize. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind in Berlin, Dortmund, Bielefeld und Leipzig bereits mit einem Hospiz für Erwachsene vertreten.

Den aktuellen Baufortschritt sehen Sie auf: 
http://www.kinderhospiz-bethel.de/webcam-co/webcam.html

Ulrike Lübbert, die zukünftige Leiterin des Kinderhospizes, Pastor Ulrich Pohl, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen, Spenderin Hannelore Grabe und Nina Oetker legen den Grundstein für das Kinderhospiz Bethel.

Pastor Ulrich Pohl freut sich über die guten Wünsche der Kinder aus der Kita „Lichtblick“.

So wird es bald aussehen: Pastor Ulrich Pohl, Architekt Michael Pappert, Nina Oetker und Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen präsentieren ein Modell des Kinderhospiz Bethel.

Stand der Bauarbeiten am 11. April 2011.

 

10.11.2010: Kinderhospiz geht an den Start

Das Kinderhospiz Bethel wird Wirklichkeit: Am Mittwoch, 10. November, startete der Bau offiziell mit der Grundsteinlegung. Die Veranstaltung begann im Haus Remter in Bethel und setzt sich auf dem unmittelbar benachbarten Baugrundstück fort. 

Nach einer Begrüßung durch Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, überbrachte Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen das Grußwort der Stadt. „Wenn Worte fehlen, müssen die Taten sprechen“, so der Politiker. Die Arbeit im zukünftigen Kinderhospiz Bethel sei besonders wertvoll, weil sie ein würdevolles Leben ermögliche. „Denn eine Verkürzung der Lebenszeit darf Lebensqualität, Glück und Fröhlichkeit nicht ausschließen.“ 

„Bethel ist für mich ein kraftvoller Ausdruck dafür, was es bedeutet, wenn Menschen Verantwortung übernehmen“, sagte Nina Oetker. Dem Kinderhospiz wünschte sie Gottes Segen: „Dieser Ort soll Zuflucht sein und Trost spenden.“ Ihre Botschaft wurde in einer Röhre in den Grundstein eingelassen zusammen mit den guten Wünschen von Spendern und Schülern der Brackweder Realschule. Ebenfalls hinzugefügt wurden Baupläne, aktuelle Lokalzeitungen und etwas Bethel-Geld. Die Kinder der Kita „Lichtblick“ überbrachten ihre Wünsche mit einem Lied. 

Das Konzept eines Hospizes für Kinder und Jugendliche unterscheide sich grundlegend von dem eines stationären Hospizes für Erwachsene, in denen die meisten Gäste nach kurzer Zeit versterben, so Pastor Bernward Wolf, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Bethels. Kinderhospize begleiten die betroffenen Familien über einen längeren Zeitraum, meist bereits nach der Diagnose der Krankheit bis zum Lebensende. Das Kinderhospiz-Bethel solle eine „Oase“ für die ganze Familie werden, ein Ort des Austauschs, der fachlichen Beratung, zum „Luft schöpfen“. Das neue Kinderhospiz sei ein wichtiger Knotenpunkt in einem Netzwerk an Leistungen, in dem Bethel die betroffenen Familien von der Betreuung zu Hause durch einen Palliativpflegedienst über die medizinische Begleitung in der Klinik bis zur stationären Versorgung unterstützt. Dass es einen großen Bedarf gäbe, zeige sich deutlich im Umfeld des Kinderkrankenhauses in Bethel, so Pastor Bernward Wolf. 

Den aktuellen Baufortschritt sehen Sie auf: 
http://www.kinderhospiz-bethel.de/webcam-co/webcam.html

 


Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind durch Bescheid des Finanzamtes Bielefeld-Außenstadt vom 26.01.2011, Steuernummer 349/5995/0015 als ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten kirchlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt mit gültigem Freistellungsbescheid nach §§ 52 ff der Abgabenordnung, zuletzt vom 26.01.2011.
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